Interviews!

Ein Interview mit Petra aus der FB-Gruppe: Buchtipps

 

 

Also bevor wir zu den Fragen kommen,  möchte ich mich zuerst bedanken, dass du bei der Gruppe dabei bist und du dieses interview gibst.

Ich hoffe, dass dir die Fragen gefallen…

1.) Bei deinem Verlag steht, dass du an deiner Reihe seit 2004 schreibst. Wieso wird der erste Band erst 2011 veröffentlicht und heißt das, dass du alle Bände schon fertig geschrieben hast?

Vorweg, nein. Selbst die Fortsetzung (also Band II) ist noch nicht 'fertig'.
Das die Veröffentlichung 7 Jahre dauerte, hat unterschiedliche Gründe. 2004 begann der Grundstein der Story, die ich damals mit meinem Ehemann zusammen entwickelt habe. Es hat dann bis 2006 gedauert, bis aus losen Stücken, vielen Ideen und zahlreichen Einzelpassagen mehr wurde. In dem Jahr nahm ich mir vor aus der Grundgeschichte ein Buch zu machen. Diese trug dort noch einen anderen Titel und hatte einen anderen Schwerpunkt. Die Idee zu einer Reihe kam dann in der Aufarbeitung der Geschichte zu einem Buch, bei der sich im Schreiben und Arbeiten der Schwerpunkt veränderte.
Das bedeutete schließlich das ich mit der ersten Rohfassung unzufrieden war. Dann habe ich nochmal neu angefangen, wobei die Grundstory geblieben ist, aber bis auf wenige Passagen, habe ich mich nur noch am Ideengerüst orientiert und ansonsten alle Passagen und Szenen neu geschrieben.
Das hat dann bis 2009 gedauert. Erneut war ich jedoch mit dem Endprodukt nicht 100% zufrieden. Diesmal habe ich jedoch nur einige Stellen verändert. Allerdings hatte ich nicht so viel Freizeit, da ich in dem Jahr beruflich sehr eingespannt war.
2010 war ich dann schließlich mit dem Buch fertig und habe noch Zeit in Korrekturlesen und die Covergestaltung investiert. Am Ende sollte es im Herbst erscheinen, da kam jedoch meine Schwangerschaft quasi dazwischen, so dass ich das Buch schließlich erst jetzt veröffentlichte, nachdem die Geburt und das erste halbe Jahr mit meiner Tochter alle Zeit und Kraft forderte.

 

2) Wieso das Fantasy-Genre?

Ehrlich gesagt, ist das schwierig. Also mit dem Genre. Ich weiß nicht, ich würde vermuten richtigen Fantasy-Liebhabern ist es sogar zu wenig Fantasy und zuviel Realität. Für einen reinen Frauenroman ist es doch zu spannend (oder soll es werden, der erste Teil gibt ja quasi nur einen Einstieg, wie ein langer Prolog) und im Prinzip ist es einfach nur von allem etwas.
Da jedoch nicht darüber hinwegzusehen ist, dass es um eine Organisation geht, die sich mit Übernatürlichem beschäftigt und deren Mitglieder zum Teil über Kräfte und Fähigkeiten verfügen, die erfunden und ins magische gehen, habe ich mich schließlich dazu entschlossen, es im Fantasybereich einzuordnen.

 

3.)   Du hast eine kleine Tochter. Wie lässt sich die Einsamkeit des Schriftstellers, mit dem doch etwas stressigen Alltag einer Mutter mit Kleinkind verbinden?

Ich habe schon oft gehört, dass das Leben als Schriftsteller einsam ist oder sein soll. Mein Leben ist jedoch alles andere als einsam. Das war es auch schon vor der Geburt meiner Tochter nicht und ehrlich gesagt bin ich froh darüber. Ich war zwar noch nie der Typ, der gerne viele Menschen um sich herum braucht oder gerne feiern geht, allerdings habe ich durchs Schreiben viele Menschen kennen gelernt und einige davon sind gute Freunde geworden. Außerdem verbindet meinen Mann und mich die Leidenschaft zum Schreiben, den ich auch darüber kennen gelernt habe. Mit ihm wird es sowieso nie langweilig und einsam auch nicht. Unsere Tochter bringt etwas mehr Stress in unseren Alltag, das wiederum bezeichne ich gerne als Leben im Haus und außer das man weniger Zeit hat und seine freie Zeit mehr optimieren muss, hat sich nicht viel verändert mit ihrer Ankunft. im Gegenteil, ich würde sagen, es ist durchweg positiv auch für meine Kreativität. Durch Kinder gewinnt man an Lebendigkeit und Fröhlichkeit und es ist immer wieder inspirierend wieviel Fantasie diese kleinen Menschen haben. Insofern ist sie in allen Belangen eine Bereicherung.

 

4.)    Wer ist Talamadre?

Darf ich das verraten ... *überleg* ... Also die Talamadre sind eine Geheimorganisation, die sich im Groben erklärt mit Phänomenen aus dem übernatürlichen Bereich beschäftigen. Sie sind weltweit vertreten, arbeiten im Verborgenen und helfen vor allem auch Menschen, die solchen Phänomenen begegnen. Hin und wieder retten sie vielleicht auch mal ein Leben. ;)
Sowohl die Organisation, als auch der Name sind natürlich frei erfunden. Der Name ist jedoch nicht von mir, sondern ein genialer Einfall meines Mannes.

 

5.)    War es schwer einen Verlag zu finden?

Schwer in dem Sinne, dass ich erst einmal für mich herausfinden musste, was ich eigentlich wollte.
Als ich mit 16 meinte Autorin werden zu wollen, habe ich naiv wie man in dem Alter noch ist, einfach mal drauflos geschrieben und meine Manuskripte eingesendet. Natürlich bekam ich freundliche Absagen.

Mit 20 dann war ich schlauer, habe alles tausend Mal kontrolliert, überarbeitet und hin und her überlegt bis ich mich entschied. Dennch erhielt ich Absagen, da sowohl das Thema entweder nicht ins Programm passte, oder aber keiner eine Reihe veröffentlichen wollte. Vor allem nicht von einer Jungautorin, bei der man nicht abschätzen kann, wie konstant sie schreiben kann und ob das Thema Anklang bei der Leserschaft findet.

Bevor ich diesmal wieder an die Sache ran gegangen bin, hat sich meine Einstellung zum Schreiben geändert, weswegen es dann nicht mehr schwierig war einen Verlag zu finden.
Anstatt es direkt wieder mit einem Verlag zu versuchen, habe ich mich für BoD und die Möglichkeit mein Buch selbst zu verlegen, entschieden. Es fühlt sich für mich als richtige Entscheidung an und ich hoffe das bleibt so.

 

6.)    In welchem Abstand erscheinen die Bücher und wie viele sind es?


Das kann ich nicht pauschal sagen. Der erste Fall wird vermutlich zwischen 3 und 5 Bände haben. Das erste Band ist jetzt raus, ich hoffe den 2 Band entweder vor Weihnachten oder spätestens im Frühjahr hinterher zuschieben.
Weiter habe ich noch nicht gedacht, was die Zeitplanung angeht.
Wie viele es werden…unendlich, vielleicht. Mal schauen, momentan habe ich noch 2 weitere Fälle im Kopf, die wohl ebenfalls zwischen 3 und 5 Bände umfassen. Es kommt also noch ein bisschen was.  


7.)   Sobald deine Bücher bei amazon erscheinen, werden Leser sie rezensieren. wirst du deine Kritiken lesen und wenn ja => wie geht’s du mit negativer Kritik um?

Ich werde sowohl die Rezensionen bei Amazon, als auch bei anderen Shops (sofern sie mir bekannt sind) und auch auf meiner Website lesen.
Dabei freue ich mich über jeden Kommentar und werde auch negative Kritik nicht überlesen. Es kommt auf die Art an, wenn es konstruktiver Art ist, kann ich eventuell für die Zukunft etwas lernen und etwas verbessern. Sollte nichts Konstruktives dabei sein, sei dem Leser seine Meinung gegönnt, aber dann würde es nichts bringen, da näher drauf einzugehen. Derjenige wird meine Art zu schreiben nicht mögen und sicher einen Autor finden, der besser zu seinen Vorstellungen passt.

 

8) Normalerweise pilgern Schriftsteller von einer Lesereise zur nächsten. wie wirst du das in Zukunft mit Kind lösen?


Momentan steht so etwas noch in den Sternen, da ich ja nicht von einem Verlag gefördert werde und keine große Werbung geplant ist.
Das was ich an Werbung mache, entscheide ich selbst, so wie ich sie auch selbst machen muss. Daher bin ich was Lesungen angeht, sehr frei, zu entscheiden ob ich eine längere Reise machen möchte und kann.


9.)   Willst du von deinen Büchern leben oder weiterhin die Schriftstellerei als Hobby betreiben?

Momentan bin ich froh, dass ich nicht davon leben muss. Ich möchte nicht schreiben, was mir nicht liegt, nur weil es gerade im Trend liegt. Ich möchte meine Bücher lesen können und mich wieder erkennen und nicht denken, dass bist doch nicht du, die das geschrieben hat.
Daher schreibe ich was mich bewegt, was in meinem Kopf ist und aus Freude an der Sache. Wenn ich damit Geld verdiene ist es schön, wenn es Menschen bewegt, gefällt und Spaß macht, meine Bücher zu lesen, dann ist das genau das was ich erreichen möchte.
Also ganz so wie es sich ergibt. Ich sage nicht Nein dazu, mit dem Schreiben Geld zu verdienen, aber ich werde nicht damit aufhören, nur weil ich ganz normal in meinem gelernten Beruf weiterarbeite.


10) Welches Fantasybuch hast du als allererstes gelesen?


Mein allererstes Buch war Michael Endes Unendliche Geschichte. Die habe ich nicht gelesen, sondern verschlungen.

 


Vielen dank!